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Haftung für den Energieausweis

Potenzielle Käufer, Mieter, Pächter oder Leasingnehmer eines bebauten Grundstücks, Wohnungs- oder Teileigentums können vom Eigentümer, Vermieter oder Leasinggeber verlangen, „unverzüglich“ einen Energieausweis für das Objekt vorzulegen.

Geschieht das nicht oder nicht korrekt, so drohen Bußgelder bis zu 15.000 Euro. Die Frage ist, welchen „Wert“ ein solcher Energieausweis für einen Hauseigentümer hat, der gegebenenfalls plant, sein Anwesen zu verkaufen. Stellt nämlich der Käufer später fest, dass der Energiebedarf des Gebäudes wesentlich höher ist als im Energieausweis dokumentiert, so kann der Eigentümer vom Aussteller des Ausweises im Regelfall keinen Schadenersatz verlangen. Denn, so das Oberlandesgericht Koblenz, es gäbe keinen „Beweis des ersten Anscheins dafür, dass bei einem bestehenden, privat genutzten Gebäude die Ausstellung des Energieausweises zu Zwecken des Verkaufs“ geschehe.

(OLG Koblenz, 1 U 136/16)

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