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Auch nach sieben Monaten darf noch fristlos gekündigt werden

Ein Vermieter, der zunächst Mietrückstände einer Mieterin nur anmahnt, darf auch noch nach sieben Monaten zur Keule der fristlosen Kündigung greifen, wenn die Mieterin keine Anstalten macht, den Rückstand auszugleichen.

Der Bundesgerichtshof stellte – im Gegensatz zur Vorinstanz – fest, dass das Gesetz für solche Fälle des „Zuwartens“ keine Frist vorsehe. Und die Mieterin hätte sich auch nicht darauf verlassen dürfen, den Mietrückstand „geschenkt“ zu bekommen. Dies auch unter Berücksichtigung dessen, dass Vermieter ihrer Wohnung eine Kirchengemeinde ist, bei der sie früher als Küsterin angestellt war.

(BGH, VIII ZR 296/15)

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