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Fahrstuhleinbau muss - normalerweise - geduldet werden

Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass der Einbau eines Fahrstuhls in einem Mietshaus die Gebrauchswerte der Wohnungen verbessert. Die Mieter müssen – im Regelfall – entsprechende Arbeiten dulden. Das gelte sogar auch, wenn sich dadurch die Wohnung verkleinert, so das Gericht. In dem konkreten Fall wollte ein Vermieter einen Fahrstuhl in einen Altbau einbauen.

Da der Fahrstuhl nicht außen an der Fassade sondern im Inneren des Hauses eingebaut werden sollte, veränderte sich auch der Grundriss der Wohnungen. Ein Mieter wehrte sich dagegen. Seine Jugendstilmöbel würden nicht mehr in den Flur passen – vergeblich -. Er muss den Einbau dulden – vor allem, wenn der Flur sich lediglich um 1.60 Meter verkürze. Angesichts der Wohnfläche der Wohnung von knapp 134 Quadratmetern, stelle das keine unzulässige Härte dar.

(LG Berlin, 63 S 362/14)

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