Unser Experten-Tipp

Hohe Preise, keine Blase

„Mit Blick auf Deutschland als Ganzes, gehen von den Preisen auf den Wohnimmobilienmärkten nach wie vor keine größeren makroökonomischen Risiken aus.“ Mit dieser Kernaussage skizziert die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht die Lage am deutschen Wohnimmobilienmarkt.

Zwar hätten die Preise für Wohnimmobilien im vergangenen Kalenderjahr ihren Aufwärtstrend unbestreitbar fortgesetzt, aber zu gefährlichen Eskalationen sei es nicht gekommen. Zudem sei in den besonders angespannten Märkten in den Innenstadtlagen der deutschen Metropolen eine Abschwächung des Preisanstiegs zu verzeichnen gewesen. Dagegen war in vielen kleineren Städten ein Preisdruck bei Wohnungen und Einfamilienhäusern zu verzeichnen.

Das Stadt-Land-Gefälle habe sich in 2013 etwas abgeflacht, so die Bundesbank weiter. Dennoch verzeichneten die größten Steigerungen erneut die Eigentumswohnungen in den sieben größten deutschen Städten (+9%). Aber auch der Preistrend bei wiederverkauften Reihenhäusern, auf die in kleineren Städten ein höherer Anteil am Immobilienbestand entfällt, als in den größeren Städten, hat sich auf + 4 ¾% verstärkt. Insgesamt hätten sich im Berichtszeitraum die Wiederverkaufspreise etwas stärker erhöht als die Preise für neuen Wohnraum.

Auch die Situation bei den Mieten habe sich nicht weiter verschärft. Neuvertragsmieten wurden sowohl in Groß- als auch in Kleinstädten weniger stark angepasst als noch in den Vorjahren. Im abgelaufenen Jahr sind schätzungsweise etwas mehr als 235.000 neue Wohneinheiten genehmigt worden, nach 210.000 im Jahr 2012 und 200.000 im Jahr 2011. Die daraus resultierende Angebotsausweitung werde allerdings nicht ausreichen, um die Lage auf den Wohnimmobilienmärkten angesichts der unverändert kräftigen Nachfrage nach Wohnraum und des in den attraktiven Gegenden bereits stark verringerten Leerstands, spürbar zu entspannen.

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