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Weniger Häuser unter dem Hammer

Im Jahr 2012 fanden bei den deutschen Amtsgerichten rund 11.500 weniger Zwangsversteigerungstermine statt — das entspricht einem Rückgang von fast 16 Prozent.

Mit 61.500 anberaumten Terminen liegt das Niveau aber immer noch über dem des Jahres 2000. Den Rückgang führt der Argetra Verlag für Wirtschaftsinformation, der seit vielen Jahren die Zwangsversteigerungsstatistik der Amtsgerichte auswertet, auf die hohe Nachfrage nach Immobilien aufgrund der Finanzmarktkrise zurück. So konnte mancher Eigentümer durch freihändigen Verkauf die Zwangsversteigerung abwenden. Auch das niedrige Zinsniveau ermöglichte Umfinanzierungen, die den Schuldner die Kapitaldienstfähigkeit zurückbrachte.

Der Rückgang ist in allen Bundesländern zu verzeichnen, wobei die Anzahl der Zwangsversteigerungstermine in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie in den Ländern Schleswig-Holstein und Brandenburg, besonders stark abgenommen hat.

Betrachtet man die Anzahl der Termine pro 100.000 Haushalte, so ist die Quote, zum Bespiel in Sachsen-Anhalt, trotz eines Rückgangs von 11,8 Prozent, noch immer rund vier Mal so hoch wie in Bayern.

Der Markt teilt sich je zu einem Drittel in Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäuser sowie in Gewerbegrundstücke, Wohn- und Geschäftshäuser mit Grundstücken. Den größten Anteil haben die Ein- und Zweifamilienhäuser mit 35,1 Prozent und einem Plus von 1,0 Prozent, gefolgt von den Eigentumswohnungen mit 31,4  Prozent (-0,8 Prozent) und Gewerbeobjekten mit 25,6 Prozent (-0,4 Prozent). Argetra geht aufgrund der schon erkennbaren höheren Verkehrswertschätzungen zukünftig wieder von steigenden Wertvolumen aus.

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