Unser Experten-Tipp

Die neue Trinkwasserverordnung

Rund 2 Millionen Mehrfamilienhäuser sind von der neuen Trinkwasserverordnung betroffen, die eine regelmäßige Untersuchung der Trinkwasserqualität vorschreibt.

Grundsätzlich sind folgende Immobilien von der neuen Trinkwasserverordnung betroffen:

  • Die Immobilie hat mehr als 2 Wohneinheiten.
  • Mindestens eine Wohneinheit ist vermietet.
  • In der Wohnung sind Duschen bzw. Duschköpfe vorhanden, die zur Vernebelung des Wassers führen.
  • Es gibt eine zentrale Trinkwassererwärmung.
  • Das Volumen des Wasserspeichers ist größer als 400 Liter oder der Wasserinhalt in der Rohrleitung zwischen Warmwasserspeicher und Entnahmestelle ist größer als 3 Liter.

Der Stichtag für die Erstbeprobung für Trinkwasser wurde vom Gesetzgeber vom 31.10.2012 auf den 31.12.2013 verschoben. Zudem sieht die Novelle eine Verlängerung des Prüfintervalls für die wiederkehrende Probenentnahme auf jetzt drei, statt bisher vorgesehen, einem Jahr, vor. Darüber hinaus entfällt die Anzeigepflicht der Trinkwasseranlage beim zuständigen Gesundheitsamt. Letztlich ist eine Meldung der Legionellenbelastung an die Behörde nur noch bei Überschreiten des technischen Maßnahmenwerts von 100 koloniebildenden Einheiten (KBE) pro 100 ml Trinkwasser vorgeschrieben. Betroffen von der neuen Verordnung sind laut Angaben des IVD rund 2 Millionen Mehrfamilienhäuser mit zentraler Trinkwassererwärmung.

Weitere Expertentipps können Sie hier lesen!

Auf Facebook teilen