Unser Experten-Tipp

Unterschiedliche Regeln bei Kauf und Miete von Wohnungen:
Immobilienverwalter dürfen nur in bestimmten Fällen eine Provision verlangen

Unter bestimmten Umständen darf ein Immobilienverwalter für die Vermittlung einer Immobilie, die er selbst verwaltet, eine Provision nehmen. Dabei muss er jedoch einige Besonderheiten beachten.

Grundsätzlich muss man unterscheiden, ob der Verwalter eine Wohnung zur Miete oder zum Verkauf anbietet. Bei Mietwohnungen gilt, dass er vom neuen Mieter keine Provision nehmen darf. Dies untersagt das Wohnungsvermittlungsgesetz. Der Haus- beziehungsweise Sondereigentumsverwalter (bei Eigentumswohnungen) kann allerdings mit dem Vermieter vereinbaren, dass ihm dieser eine Provision zahlt, wenn er für seine Wohnung einen Nachmieter findet. Diese Provision darf maximal zwei Monatskaltmieten (plus Mehrwertsteuer) betragen. Soll ein Verwalter eine Eigentumswohnung verkaufen, die er selbst verwaltet, muss er sich an bestimmte Regeln halten, wenn er vom Käufer eine Provision haben will. So muss er den potenziellen Käufer vor Beginn seiner Tätigkeit darauf hinweisen, dass er beim Erwerb an ihn als Objektverwalter, eine Provision zahlen muss. Versäumt er dies und informiert er den Käufer beispielsweise erst im notariellen Kaufvertragsentwurf über diese sogenannte Verflechtung (Verwalter, der Maklerprovision will), ist es für seine Provision zu spät: in diesem Fall hat er keinen Courtageanspruch.
Einfacher ist es für den Verwalter, mit dem Wohnungsverkäufer einen Maklervertrag abzuschließen, damit ihm dieser bei erfolgreicher Käufersuche eine Provision bezahlt.
Sowohl bei der Vermietung als auch beim Wohnungsverkauf spricht der Aspekt, dass der Verwalter die Wohnung sowie die Nachbarn gut kennt, dafür, ihn mit der Vermarktung zu beauftragen. Denn er kann fundiert Auskünfte über das Haus, die Lage und die Nachbarn geben.

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